Embodiment meets Design Thinking

Unsere (Unternehmens)Welt befindet sich im Wandel. Innovationen erscheinen notwendig, um der stetigen Veränderung gerecht werden und nachhaltig am Markt bestehen zu können. Wir benötigen dafür nicht ausschließlich neue Produkte, Prozesse oder Geschäftsmodelle mit Blick auf die Kunden, sondern ebenso eine zeitgemäße Gestaltung von Organisationen mit Blick auf die Mitarbeiter.

Agilen Methoden fehlt die Nachhaltigkeit

Agile Methoden und Kreativitästechniken, wie Design Thinking, scheinen das richtige Mittel, um kontinuierlich Innovationen zu erzeugen. Design Thinking birgt nicht nur den Vorteil, dass eine Vielzahl kreativer Lösungen generiert wird. Das mit dem Ansatz einhergehende Mindset liefert gleichzeitig den gewünschten kulturellen Wandel.  So weit die Theorie.

In der Praxis erleben wir immer wieder Unternehmen, die es sich zum Ziel gesetzt haben, agile Methoden und Vorgehensweisen in ihrer Organisation zu implementieren. Schmerzlich erkennen sie oftmals: Die Schulung einer Methode funktioniert und die Workshops erzeugen durchaus positive Wirkung, eine nachhaltige Etablierung des neuen Mindsets gelingt jedoch nicht. Zurück im Daily Business fallen die Mitarbeiter in alte Muster zurück oder werden von den traditionellen Strukturen im Unternehmen gebunden.

Verstand allein reicht nicht

Wir leben in einer Gesellschaft, in der unser Verstand den Ton angibt. Die heutigen Technologien sind ein Resultat unserer intelligenten Forschung und Entwicklung. Darüber ist in den vergangenen Jahrzehnten allerdings Etwas ins Hintertreffen geraten: unser Gefühl.

Interessanterweise hat sich unter anderem durch die Entwicklung der Künstlichen Intelligenz eine neue Forschungsrichtung entwickelt: das Embodiment. Es beruht auf der Erkenntnis, dass Robotern keine Emotionen eingehaucht werden können, weil ihnen dafür ein entscheidender Aspekt fehlt – die Körperwahrnehmung.

Körper und Geist sind untrennbar miteinander verbunden

Die Überzeugung des Embodiment Ansatzes: Unser Geist (Verstand/Denken) kann nicht losgelöst von unserem Körper und dessen Umwelt betrachtet werden.Wirklich intelligent sind wir demnach nur, wenn wir unserem Gefühl Raum schenken.

Und was hat das nun mit der Entwicklung von Innovationen und einem nachhaltigen Kulturwandel zu tun?

Im Zentrum von Design Thinking steht die menschenorientierte Lösung von Problemen. Das heißt, sich in die Lage eines anderen hineinversetzen zu können. Dafür wird Empathie benötigt. Diese kann sich jedoch nur entwickeln, wenn ein Zugang zu den eigenen Gefühlen existiert. Und wo werden Gefühle wahrgenommen? In unserem Körper!

Emotionale Intelligenz als Schlüssel zu Kreativität und kulturellem Wandel

Erwarten wir von unseren Mitarbeitern, dass sie nicht nur innerhalb eines Workshops, sondern auch darüber hinaus empathisch arbeiten und emotionale Intelligenz beweisen, ist es demnach nicht nur entscheidend, ihren geistigen Intellekt mit einer Methode zu füttern. Es muss uns genauso gelingen, den Menschen einen Zugang zu ihren Gefühlen und somit zu ihrem Körper zu ermöglichen.

Wir machen uns dieses Wissen zunutze, indem wir Design Thinking mit dem Ansatz des Embodiments kombinieren. So binden wir etwa Körperübungen aus der Kampfkunst in die Workshops ein. Auf diese Weise gelingt nicht nur eine weitreichendere Freisetzung der kreativen Kräfte innerhalb des Design Thinking Prozesses, sondern darüber hinaus eine nachhaltige Stärkung der emotionalen Einbindung in den Innovationsprozess.

Was einnmal auf der Körpererbene wahrgenommen wurde, bleibt präsenter als ein bloßes Lernen mit unserem Verstand. Unternehmen tun somit gut daran, wenn sie ihre Mitarbiter darin unterstützen, die körperliche Selbstwahrnehmung zu fördern. Ein besseres Miteinander (Empathie) sowie eine neue Reflektionsmöglichkeit auf individueller Ebene sind das Ergebnis. Das spiegelt sich dann auch in einem neuen und agileren Mindset wider.

 

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